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Haustiere in der Ferienzeit

News

Hitze birgt versteckte Gefahren für Hunde

21.07.2022

Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff. Mensch und Tier suchen derzeit nach Möglichkeiten der Abkühlung. Doch für Hunde lauern versteckte Gefahren, denen TierhalterInnen ihre Vierbeiner unwissentlich aussetzen können, wie der Tierschutz Wien mitteilt. „Eine gut gemeinte Abkühlung im Fluss oder eine vermeintlich angenehmere Nylonschlaufe fürs Maul statt sperrigem Maulkorb können in diesen Tagen lebensbedrohlich für Hunde werden“, warnt die Wiener Tierschützerin Eva Persy. So sollten HundebesitzerInnen unbedingt darauf achten, dass ihre Tiere nicht überhitzt in einen kalten Badesee springen oder gar geworfen werden. „Hierbei kann die Aorta reißen, was innerhalb weniger Momente zum Tod des Hundes führt“, warnt Persy. Stattdessen empfiehlt die Tierschützerin, einen flachen Zugang zum Gewässer aufzusuchen, über den der Vierbeiner das kühle Nass jederzeit selbständig betreten und verlassen kann. Besondere Vorsicht ist bei kurzschnäuzigen Rassen wie Mops oder Bulldogge geboten, denn die haben bei diesen Temperaturen nicht nur enorme Probleme mit der Atmung, sondern meist auch Schwierigkeiten mit dem Schwimmen, weiß Persy. Auch die vermeintlich angenehmeren Maulschlaufen, die statt eines Maulkorbes verwendet werden, können bei den Hunden zur Hitzefalle werden, da die Tiere damit nicht ode rnur ungenügend hecheln können, was für ihre Temperaturregelung jedoch lebensnotwendig ist. Bei Transporten mit dem Auto appelliert sie an die HalterInnen, auf längere Fahrten während der hohen Temperaturen zu verzichten, da der Kofferraum oft auch bei eingeschalteter Klimaanlage schnell erhitzt. Als Erste-Hilfe-Maßnahme können auch Sonnenschutzgitter, die mit Saugnäpfen an der Scheibe befestigt werden, Erleichterung bringen. Ein spezieller, auslaufsicherer Reisenapf sorgt zudem dafür, dass die Hunde auch während der Fahrt jederzeit Wasser trinken können.
Tierschutz Wien

Hunde vor Leishmaniose in Mittelmeergebieten schützen

04.07.2022

Die große Reisewelle hat begonnen und viele Familien zieht es bevorzugt in die südlichen Mittelmeerländer. Besonders für mitreisende Hunde besteht jedoch die Gefahr, sich in den Urlaubsländern gefährliche Krankheiten zu zuziehen, die hierzulande noch weitgehend unbekannt sind. Laut Informationen des Bundesverbandes für Tiergesundheit (BfT) besteht für Hunde unter anderem das Risiko, an der Leishmaniose zu erkranken. Über den Stich von Sandmücken werden die Leishmanien, winzige Einzeller, übertragen. Besonders in den beliebten Urlaubsländern Süditalien, Griechenland oder Spanien ist der Parasit inzwischen sehr verbreitet. Der Erreger breitet sich nach der Infektion im gesamten Körper des Hundes aus und kann bis zu 8 Jahre unentdeckt bleiben. Ein mit Leishmanien infizierter Hund zeigt auch zunächst nur schwache Symptome wie Haarausfall, Geschwüre oder Ekzeme sowie im weiteren Verlauf Lymphknotenschwellung, Schwäche, mangelnder Appetit und Gewichtsverlust. Der Hund sollte bereits beim kleinsten Verdacht einer Tierärztin/ einem Tierarzt vorgestellt werden, denn nur bei schneller Behandlung kann verhindert werden, dass weitere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Der BfT rät daher von der Mitnahme eines Hundes in die betroffenen Regionen ab. Sollten HundebesitzerInnen auf keinen Fall auf ihren Vierbeiner im Urlaub verzichten wollen, wird eine Kombination aus Impfung und einem Präparat zur Abwehr der Sandmücken dringend empfohlen. Vor der Impfung muss ein Bluttest durchgeführt werden, da nur gesunde Hunde geimpft werden dürfen. In den Abendstunden und in der Dämmerung sollte sich das Tier trotzdem möglichst nicht im Freien aufhalten. Feinmaschige Mückennetze an Fenstern und Türen helfen, die nachtaktiven Mücken fernzuhalten und das Tier zu schützen.
BfT

Stressfrei reisen mit Hund

18.06.2021

Nach Aufhebung der Reisebeschränkungen können endlich die ersten Sommerreisen beginnen. Wenn der eigene Hund mit in den Urlaub fahren soll, ist eine besondere, hundegerechte Planung notwendig. Um bei allen Reisenden Stress zu vermeiden, empfiehlt der Bundesverband für Tiergesundheit e. V. (BfT), den Vierbeiner beim Tierarzt im Vorfeld mit einem Transponder (Chip) versehen zu lassen und die dort eingetragene Registrierungsnummer bei einer Datenbank, beispielsweise bei Tasso oder beim Haustierregister „Findefix“ des Deutschen Tierschutzbundes, erfassen zu lassen. Denn in einer ungewohnten Umgebung könnte sich der Hund verlaufen bzw. das Urlaubsdomizil nicht wiederfinden. Die Nummer wird auch im Heimtierpass eingetragen, der im Reisegepäck auf keinen Fall fehlen darf. Zudem sollten die HundebesitzerInnen rechtzeitig vor dem Reiseantritt prüfen, ob ihr Hund ausreichend gegen wichtige Erkrankungen geimpft und gegen Parasiten geschützt ist. Zu einer angenehmen Reise gehört auch, dass der eigene Fress- und Wassernapf, die gewohnte Ruhedecke oder das Lieblingsspielzeug mitgenommen werden. Bei Fahrten mit dem Auto sollte zudem darauf geachtet werden, dass das Tier ausreichend gesichert ist. Für den Fall eines unvorhergesehenen Bremsmanövers verringern Trenngitter, spezielle Gurtsysteme oder eine Transportbox das Verletzungsrisiko. Der BfT empfiehlt, mit dem Hund vor Fahrtantritt einen ausgiebigen Spaziergang zu unternehmen. Wichtig sind außerdem regelmäßige kurze Pausen. Hierbei sollte der Hund auf keinen Fall im Auto allein zurückbleiben. Denn bei einer Außentemperatur von 30 Grad und mehr heizt sich das Auto innerhalb sehr kurzer Zeit auf 46 Grad Celsius auf, was für den Hund tödlich enden kann. Der Tierarzt kann den HalterInnen zudem spezielle Medikamente für die Hundereiseapotheke mitgeben. In unserem Fokusthema „Haustiere in der Ferienzeit“ finden TierhalterInnen noch viele weitere wertvolle Tipps für die anstehende Reisezeit.
BfT

Gefahr durch Braune Hundezecke wächst

11.06.2021

Die aus Nordafrika stammende Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) ist inzwischen auch im Mittelmeerraum heimisch geworden und kommt endemisch vor. Nun wurden erste Funde aus den Niederlanden und der Schweiz gemeldet, sodass befürchtet wird, dass sich der Parasit immer weiter Richtung Norden ausbreiten wird. Im Gegensatz zu dem in Deutschland weit verbreiteten Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) fühlt sich die Braune Hundezecke auch in warmen Wohnungen sehr wohl. Bei idealen Bedingungen kann sich der Blutsauger dort auch vermehren. „Wir gehen davon aus, dass die Braune Hundezecke mit Hunden, die mit ihren Haltern im Auslandsurlaub waren, nach Deutschland kommt. Es wurden aber auch bereits Exemplare an Hunden gefunden, die ihren Hof nie verlassen hatten – ein Hinweis darauf, dass die Art hier möglicherweise bereits Fuß gefasst hat“, erklärt Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Parasitologin und Expertin für Zecken an der Universität Hohenheim, die derzeit erforscht, ob die Braune Hundezecke sich durch die Klimaveränderungen auch außerhalb von Wohnungen ausbreitet. Daher werden HundehalterInnen gebeten, auffällige Zecken einzusenden, die dann im Labor erforscht werden. Denn es handelt sich um eine Art, die nicht ohne die Hilfe von außen gesammelt und erforscht werden kann. Zudem können Bilder von Funden der Braunen Hundezecke eingeschickt werden. Die Blutsauger bevorzugen Hunde für ihre Blutmahlzeit, doch gelegentlich werden auch Menschen gestochen. Die Braune Hundezecke kann Krankheiten wie Ehrlichiose und Babesiose übertragen. ExpertInnen empfehlen HalterInnen, ihren Hund und das Hundebett vor der Rückreise aus dem Urlaub intensiv auf Parasiten abzusuchen. Denn die Braune Hundezecke kann sich schnell zur unangenehmen Plage entwickeln, wenn Exemplare mit dem Hund aus dem Urlaub eingeschleppt wurden. Die beste Prophylaxe ist zudem die Anwendung eines geeigneten Antiparasitikums. Die Tierarztpraxis berät hier gern.
Uni Hohenheim
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