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Fatale EHV1-Ausbrüche in mehreren Ländern
05.03.2021
Nach dem verheerenden Ausbruch des Equinen Herpesvirus vom Typ 1 (EHV-1) während einer mehrwöchigen Turnierserie in Valencia breitet sich die Pferdeseuche weiter aus. Es sei der mangelnden Kommunikation sowie Organisation geschuldet, dass vermutlich zahlreiche TurnierteilnehmerInnen mit ihren Pferden den spanischen Veranstaltungsort ohne offizielles Gesundheitszeugnis verlassen haben und so das aggressive Virus weiter verbreiten konnten. Eine Infektion kann für die Tiere fatal sein. Bereits jetzt sind mehrere Pferde verendet, darunter vier aus Deutschland, weitere 80 Tiere zeigen Symptome. Laut Informationen des Weltverbandes des Pferdesports FEI soll es inzwischen in drei weiteren europäischen Staaten zu EHV- Ausbrüchen gekommen sein. Da Infektionen mit dem Herpesvirus nicht
anzeigepflichtig sind, ist die Lage für Deutschland noch unklar. Infizierte Pferde zeigen Symptome wie Atemwegsprobleme, teils hohes Fieber, Lethargie sowie Nasenausfluss. Weiter können Appetitlosigkeit, geschwollene Lymphknoten oder Lähmungserscheinungen Anzeichen für eine EHV-1 Infektion sein. Betroffene Betriebe werden unter Quarantäne gestellt, um eine Weiterverbreitung der Krankheit im Pferdebestand zu unterbinden. Die Symptome können mit Entzündungshemmern, Schmerzmitteln und Antibiotika gemildert werden. Neben einer Stressminimierung sowie einer allgemeinen Stärkung des Immunsystems wird auch eine regelmäßige Impfung der Pferde gegen das Herpesviren Typ 1 und 4 von der Ständigen Impfkommission Veterinär (StIKo Vet) empfohlen.
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