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Haustiere schon jetzt vor Zecken schützen
13.02.2020
Mit dem nahenden Frühling beginnt auch wieder die Hauptzeit der Zecken. Wie in den Vorjahren erwarten die Experten auch in diesem Jahr wieder eine starke Aktivität der Krabbeltiere, die gefährliche Krankheiten, wie beispielsweise die sogenannte Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME), auf Mensch oder Tier übertragen können. Zudem beschäftigen die ForscherInnen neu eingewanderte Zeckenarten wie die tropische Zecke Hyalomma, die die Erreger des sogenannten Krim-Kongo Hämorrhagischen Fiebers, des Arabisch Hämorrhagischen Fiebers und einer Form des Zecken-Fleckfiebers (Rickettsien) in sich tragen kann. WissenschaftlerInnen der Universität Hohenheim hatten die Bevölkerung im Frühjahr 2019 aufgefordert, Zecken einzusenden, um diese zu untersuchen. Am kommenden Montag (17.02.2020) sollen die Untersuchungsergebnisse auf einer Pressekonferenz präsentiert werden. „Das Besondere an Hyalomma ist ihr Jagdverhalten“, so Zeckenexpertin Prof. Dr. Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim.
„Anders als unsere heimischen Zecken wie der gemeine Holzbock klettert sie nicht an Gräsern oder Sträuchern hoch und lässt sich von Wildtieren oder Wanderern abstreifen. Hyalomma jagt ihre Beute aktiv, erkennt Warmblüter auf Distanzen von bis zu 10 Metern und kann sie über mehrere 100 Meter verfolgen.“ Aber auch die Forschung an der Braunen Hundezecke wird fortgesetzt. „Die Braune Hundezecke ist wie Hyalomma ebenfalls eine invasive Art, die eigentlich neben dem Mittelmeerraum und Nordafrika in vielen Teilen der Tropen und Subtropen heimisch ist“, so Prof. Dr. Mackenstedt. „Sie liebt ein warmes und trockenes Klima, weshalb sie sich auch in unseren Wohnungen so wohl fühlt. Vor allem, wenn ein Hund in der Nähe ist.“ Aufgrund des milden Winters sind die Plagegeister auch schon jetzt aktiv auf Nahrungssuche. Daher wird empfohlen, Hunde und Katzen, die viel draußen sind, vor einem Zeckenbefall zu schützen. Tierhalter sollten die Vierbeiner daher mit Mitteln vom Tierarzt schützen und sie außerdem regelmäßig absuchen.
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