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Exotische Parasiten immer öfter in Deutschland zu finden
29.04.2020
Der Klimawandel sorgt für immer wärmere Winter und trockenere Sommer in Deutschland. Dadurch haben auch Parasiten und stechende Insekten eine bessere Überlebenschance. So werden Wärme liebende Mücken, die vormals nur im Süden Europas vorzufinden waren, inzwischen immer häufiger auch in Deutschland heimisch. Damit steigt auch das Risiko, dass sich Hunde hierzulande mit „exotischen“ Krankheiten wie der Herzwurm- und Hautwurmerkrankung, der Leishmaniose oder der Augenkrankheit Thelaziose anstecken. Die die Leishmaniose übertragende Sandmücke wurde auch schon in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz entdeckt. Die zoonotische Krankheit, die bisher als Reisekrankheit galt, kann einen gefährlichen Verlauf nehmen. Experten vermuten, dass es in Deutschland bereits mehr als 100.000 Leishmaniose-positive
Tiere gibt. Während die Gefahr einer Infektion durch den Herzwurm (Dirofilaria immitis) hierzulande relativ gering ist, wurden hier aber bereits Mücken gefunden, die Larven des Hautwurms (Dirofilaria repens) in sich tragen. In Polen und Österreich scheint der Parasit bereits endemisch zu sein. Auch der ursprünglich im Orient beheimatete Augenwurm (Thelazia callipaeda) ist in Ländern wie Italien, Spanien und Frankreich bereits endemisch und breitet sich immer weiter Richtung nördliches Europa aus. Hier handelt es sich um Fadenwürmer, die die Augenerkrankung Thelaziose bei Mensch und Tier verursachen können. Vektoren sind spezielle Fruchtfliegen, die auch schon in Deutschland nachgewiesen werden konnten. Bei den in Deutschland beschriebenen Fällen handelt es sich jedoch im Augenblick noch um Einzelereignisse.
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