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Hunde sollen Corona-Infizierte erschnüffeln
28.05.2020
Hunde können bis zu einer Million Mal besser riechen als Menschen. Diese Fähigkeit wurde bisher genutzt, um geeignete Hunde so zu trainieren, dass sie beispielsweise bei Menschen Epilepsie, Diabetes oder Krebs erschnüffeln können. Nun arbeiten ForscherInnen daran, dass die Vierbeiner mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn auch Personen erkennen, die mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert sind, wie n-tv berichtet. In zahlreichen Ländern laufen derzeit Tests dazu. Erste Erfolge wurden bereits aus den USA, Großbritannien und Finnland gemeldet. Experten gehen davon aus, dass Krankheiten ihren eigenen Geruch haben und von trainierten Hundenasen erkannt werden können. Ob die Viren selbst spezifische Gerüche absondern oder die virenbefallenen Organismen diese für Hunde wahrnehmbar ausströmen, wie genau diese Veränderung riecht und wie lange sie bei einer Infektion für den Hund wahrnehmbar ist, können die
Forscher bisher nicht sagen. Das Ziel der WissenschaftlerInnen ist, das die Tiere auch symptomfreie Infizierte erschnüffeln können. In Finnland wurden die Spürhunde mit uringetränkten Pads trainiert, sodass die Tiere keinen Kontakt mit infizierten Personen haben mussten, um Ansteckungsrisiken für die tierischen Helfer und ihre Besitzer zu vermeiden. Die Organisation Medical Detection Dogs wollen durch ihr spezielles Training erreichen, dass die Hunde Veränderungen aus der Atemluft von Menschen mit einer Corona- Infektion erkennen. Läuft die Ausbildung der Vierbeiner so, wie die Forscher sich das erhoffen, dann könnte jeder Hund in einer Stunde bis zu 250 Menschen auf eine Infektion überprüfen. Das wäre unschlagbar effektiv. Da die Kosten für die Ausbildung medizinischer Geruchsspürhunde jedoch sehr teuer und aufwändig ist, wird es sicherlich noch einige Zeit dauern, bis die Tiere maßgebend bei der Bewältigung der Pandemie helfen können.
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