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Hunde haben mehr Interesse an Menschen als Wölfe
11.06.2020
Hunde haben ein höheres soziales Interesse am Menschen als Wölfe. Grund dafür ist die Domestizierung von Hunden, die dazu geführt hat, dass sich die Vierbeiner im Gegensatz zu Wölfen mehr zu Menschen hingezogen fühlen. Den Nachweis dafür erbrachten nun ForscherInnen des Domestikation Labs der Vetmeduni Wien. „Unsere Studie stützt die Idee, dass die Domestizierung das Interesse von Hunden an der Nähe zu einem menschlichen Partner, der Futter oder Streicheleinheiten anbietet, beeinflusst hat. Dies scheint auch bei Hunden mit einer eher spärlichen Sozialisationserfahrung der Fall zu sein“, erklärt Martina Lazzaroni, eine der AutorInnen. Die WissenschaftlerInnen testeten einen Aspekt der sogenannten Hypersozialitätshypothese – und zwar, was Hunde im Vergleich zu Wölfen zur Interaktion mit Menschen motiviert: Futter oder
Streicheleinheiten. Zudem untersuchten sie, wie Erfahrungen mit Menschen die Motivation mit Menschen zu interagieren, beeinflusst. Das zentrale Ergebnis der Studie: die Domestizierung der Hunde hat ihr allgemeines Interesse an Menschen erhöht. Im Vergleich zu Wölfen haben Hunde ein deutliches höheres Interesse, in der Nähe des Menschen zu sein. Doch ist aktuell nicht klar, was genau die treibende Motivation für die Interaktion mit dem Menschen ist. „Zukünftige Studien, die Hunde mit unterschiedlichen Erfahrungen in unterschiedlichen Kontexten testen, und detailliertere Analysen der gezeigten Verhaltensweisen könnten helfen, diese spannende Frage zu beantworten“, so Lazzaroni weiter. Mehr über das Verhalten und das Wesen von Hunden erfahren Tierärzte in der Fortbildungreihe "Verhaltenstherapie" von Myvetlearn.de.
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