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Mehr ArtenkennerInnen braucht das Land
15.06.2020
Nicht nur die Artenvielfalt nimmt stark ab, auch wird die Zahl derjenigen, die die verschiedenen Arten bestimmen können, von Jahr zu Jahr weniger. Um dem entgegenzuwirken, hat das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz (BMU) zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) das Projekt "KennArt – Eine bundesweite Initiative zur Ausbildung von Artenkennerinnen und Artenkennern" ins Leben gerufen. Dieses Projekt soll Expertinnen und Experten für die Artenvielfalt auszubilden. „Bundesweit gibt es zu wenige Menschen, die sich mit der genauen Bestimmung und Ökologie von Tieren und Pflanzen auskennen und diese klassifizieren können. Genau diese Menschen brauchen wir aber, um gezielt Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt und gegen das Insektensterben entwickeln, umsetzen und bewerten zu können. Mit dem Projekt KennArt wollen wir deshalb die dringend benötigten neuen Fachkräfte
für die Artenvielfalt ausbilden", erklärt Bundesumweltministerin Svenja Schulze. „Der Fokus der Ausbildung wird auf den artenreichen Artengruppen der Käfer und Hautflügler liegen, zu denen auch die Bienen gehören. Aber auch Libellen, Moose und Gräser werden Bestandteil der Schulungsangebote sein. Zum Einsatz kommen dabei zeitgemäße Formate wie Blended Learning ‒ die Kombination von digitalen Lernmodulen und Präsenzschulungen. Ausbildungsangebote wie sie in diesem Projekt entwickelt werden, sind extrem wichtig. Denn, nur wenn im haupt- und ehrenamtlichen Naturschutz ausreichendes Wissen vorhanden ist, können wir wichtige Naturschutzaufgaben bewältigen und dem Artenrückgang entgegenwirken", beschreibt BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel das Projekt, das von der Naturschutzstation Münsterland und der Westfälischen Wilhelms-Universität durchgeführt wird.
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