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Bei Veränderungen des Hundeauges den Tierarzt aufsuchen
28.07.2020
Der typische Hundeblick weckt die verschiedensten Gefühle in uns. Hundehalter sollten jedoch immer genau hinsehen, denn Veränderungen der Hundeaugen können ein Hinweis auf zahlreiche Erkrankungen sein, besonders wenn der Vierbeiner öfter die Augen zusammenkneift bzw. diese mit der Pfote reibt. Auch Symptome wie getrübte Augen, Tränenfluss oder gerötete Bindehäute können ein Zeichen für eine Augenerkrankung sein. Die genaue Diagnose sollte eine Tierärztin / ein Tierarzt stellen. Im häufigsten Fall handelt es sich um eine Bindehautentzündung, die durch Zugluft oder Staub entsteht und mit Salben oder Augentropfen behandelt werden kann. Zudem können rassetypische Fehlstellungen des Augenlides, wie beispielsweise bei Boxern oder Bassets, eine Bindehautentzündung verursachen. Weniger harmlos sind chronische Hornhautentzündungen wie
das "Trockene Auge" und die sogenannte Schäferhundkeratitis (Keratokonjunktivitis sicca), die auf eine Störung des Immunsystems hinweisen können. Verschiedene Rassen wie Collie, Golden Retriever, Labrador oder Cocker Spaniel sind besonders anfällig für chronische angeborene Netzhautstörungen, die in der Regel kaum zu behandeln sind. Bevor Hunde dieser Rassen verpaart werden, sollte unbedingt ein Gentest durchgeführt werden, um erbliche Augenerkrankungen auszuschließen. Viele Rassehundevereine verlangen einen solchen Gentest für die Zuchterlaubnis. Bei allen Veränderungen der Augen kann die Tierärztin /der Tierarzt klären, ob es sich nur um eine ungefährliche kurze Beeinträchtigung handelt, die man im besten Falle zu Hause mit Salben oder Augentropfen in den Griff bekommt, oder ob schwerwiegende Erkrankungen Auslöser für das Augenleiden sind.
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