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Zunehmende Zahl der Wolfsrisse alarmierend - DBV fordert gesetzliche Regulierung
06.08.2020
Der Deutsche Bauernverband (DBV) zeigt sich besorgt über die zunehmende Zahl der Wolfsangriffe auf Weidetiere. DBV- Generalsekretär Bernhard Krüsken erläutert: „Die Zahl der bei Wolfsangriffen getöteten und verletzten Weidetiere nimmt weiter dramatisch und exponentiell zu, 2019 erneut um 40 Prozent. Es ist nicht akzeptabel, dass diese vorhersehbare Entwicklung von Seiten des Naturschutzes mit Achselzucken hingenommen wird. Die Taktik des Verharmlosens und Verniedlichens der massiven Schäden ist unverantwortlich. Wir müssen jetzt endlich den Einstieg in die ernsthafte Bestandsregulierung beim Wolf finden.“ Bei 887 Wolfsübergriffen wurden im vergangenen Jahr knapp 2.900 Nutztiere verwundet oder getötet. Die meisten Wolfsangriffe fanden auf Schafe und Ziegen statt,
wie die Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigen. „Die ungebremste Ausbreitung der Wölfe in Deutschland ist für die Weidetierhaltung in den betroffenen Regionen verheerend“, mahnt Krüsken, der es als Affront sieht, dass der DBBW-Schadensbericht so auszulegen ist, dass die Weidetierhalter ihre Tiere nicht umfassend genug schützen. So soll ihnen die Verantwortung für die Wolfsrisse zugeschoben werden, so Krüsken weiter. „Hier werden Ursache und Wirkung verdreht. In der Praxis sehen wir einen Wettlauf zwischen Wölfen und Schutzmaßnahmen. Auch vom Naturschutz als „wolfssicher“ eingestufte Einzäunungen werden regelmäßig überwunden“, bemängelt der Generalsekretär des DBV und fordert Bund und Länder auf, den Wolfsbestand gesetzlich zu regulieren.
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