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Kinder müssen Hundesprache richtig deuten lernen
10.08.2020
Viele Studien haben gezeigt, dass (Klein-)Kinder Signale von Hundes nicht richtig verstehen. So orientieren sich vor allem Kleinkinder hauptsächlich am Kopf und Gesicht des Hundes und halten etwa gefletschte Zähne beim Knurren häufig für Lachen. Außerdem entwickelt sich das Empfinden für Empathie erst ab dem Alter von vier Jahren. Das bedeutet, dass es ihnen vorher nicht möglich ist, sich in die Bedürfnisse des Hundes hineinzuversetzen. „Kinder bemerken oft gar nicht, wenn Hunde mit ihrer Körpersprache vermitteln, dass sie nicht gestreichelt werden wollen. Sie brauchen die Unterstützung von Erwachsenen, um sie richtig zu verstehen“, so Maggie Entenfellner, Vizepräsidentin des Vereines „Tierschutz macht Schule“. Daher ist hier die Anleitung von Kind und Hund im Umgang sehr wichtig. Zudem benötigen Hunde, die mit Kindern zusammen leben, stets eine
Rückzugsmöglichkeit, damit sie ihrem Schlafbedürfnis von bis zu 14 Stunden am Tag nachkommen können. Welpen benötigen sogar bis zu 20 Stunden Schlaf pro Tag. Bekommt der Hund nicht genügend Ruhe, leidet er unter Dauerstress, was zu Verhaltensproblemen führen kann. Auch während der Kind-Hund-Interaktion müssen Erwachsene übergriffiges Verhalten von beiden Seiten sofort unterbinden. „Die Gefahr, die auch vom eigenen Hund ausgehen kann, wird von Eltern oft unterschätzt“, so Christine Arhant vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz der Vetmeduni Vienna. Obgleich sich 85% der Beißunfälle mit bereits vertrauten Hunden ereignen, nicht mit fremden. Klare Regeln helfen, Unfälle zu vermeiden. Diese finden sich u.a. in der Broschüre des Vereins "Tierschutz macht Schule".
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