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Blauzungenkrankheit bestimmt rheinland-pfälzische Tierseuchen-Bilanz 2019
04.09.2020
Die Tierseuchen-Bilanz des rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamtes (LUA) für 2019 ist neben dem erstmaligen Nachweis der neuen Wild- und Rinderseuche durch das Wiederauftreten der Blauzungenkrankheit geprägt. „Insgesamt hat das LUA im Rahmen der Tierseuchendiagnostik im vergangenen Jahr 320.266 Proben untersucht. Die Probenzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40.000 angestiegen“, stellte LUA-Präsident Dr. Stefan Bent fest. Im vergangenen Jahr wurde zum ersten Mal nach 2009 in dem Land die Blauzungenkrankheit nachgewiesen. Insgesamt in sechs Betrieben wurde die Tierseuche festgestellt. Die Konsequenz der positiven Nachweise war die Erklärung von des ganzen Bundeslandes zum Restriktionsgebiet, was deutliche Einschränkungen für den Handel zur Folge hatte. Denn es gilt ein Verbot für das Verbringen empfänglicher Tiere sowie deren Samen, Eizellen oder Embryonen solche Gebiete. Nur der Nachweis einer Impfung oder einer Erregerfreiheit lässt Ausnahmen zu. Speziell diese Untersuchungen führten im Institut für Tierseuchendiagnostik des LUA im Laufe des
Jahres zu dem deutlichen Anstieg der Probenzahlen. „Seit Herbst 2019 unterstützen wir die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit mit den Serotypen 4 und 8 gemeinsam mit der Tierseuchenkasse: Für Rinder erhalten Landwirtinnen und Landwirte einen Zuschuss je Impfung in Höhe von 1,50 Euro, für Schafe und Ziegen in Höhe von 1 Euro. Die Impfung bietet einen verlässlichen Schutz gegen die Blauzungenkrankheit. Daher rufe ich alle Landwirtinnen und Landwirte in Rheinland-Pfalz dazu auf, eine Impfung für Rinder, Schafe und Ziegen vorzunehmen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. Tierhalter können den Impfzuschuss über ihren Tierarzt bei der Tierseuchenkasse beantragen. Die Wild- und Rinderseuche, bakterielle Erkrankung, die erstmals in Rheinland- Pfalz festgestellt wurde, ist für Menschen ungefährlich, führt bei Wild- und Nutztieren aber zu gehäuften plötzlichen Todesfällen. Symptomlos infizierte Wildtiere gelten als Reservoir für den Erreger und können ihn durch direkten oder indirekten Kontakt, zum Beispiel über das Wasser in Tränken, auch auf Nutztiere übertragen.
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