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Spanien wegen Verstößen gegen Tiertransportbestimmungen angezeigt
03.03.2021
Tierschützer haben Spanien wegen Tierschutzverstößen beim Transport von Schlachtpferden bei der EU-Kommission angezeigt. Den Tierschutzorganisationen ANDA und Animals' Angels zufolge würden regelmäßig die EU-Gesetze zum Schutz von Pferden während des Transports nicht eingehalten, vor allem während des Transports der Tiere von Spanien nach Italien. Seit 2007 stellen die Tierschützer immer wieder die gleichen Verstöße fest, die den zuständigen regionalen und nationalen spanischen Behörden immer wieder gemeldet worden sind. Hierbei geht es zum einen um zu lange Transportzeiten. Die EU-Tierschutztransportverordnung legt fest, dass Pferde, die nicht an ein Halfter gewöhnt sind, nicht länger als acht Stunden transportiert werden dürfen. Dies trifft bei den extra zur
Fleischproduktion gezüchteten spanischen Pferden zu. Zum anderen schreibt die Verordnung vor, dass Pferde auf langen Transporten in Einzelboxen transportiert werden müssen. In der Realität findet man jedoch gehäuft Transporte, auf denen die Pferde in Gruppen geladen sind. Die Beschwerde umfasst aber auch die Nichteinhaltung der EU-Vorschriften bei kürzeren Transporten innerhalb Spaniens. Hier geht es u.a um den Platzbedarf, die Gruppengröße, die Deckenhöhe der Transportfahrzeuge und eine unzureichende Ventilation. Auch die Versorgung mit Futter und Wasser während der Transporte ist häufig nicht gesichert. „Wir hoffen, dass die Klage gegen Spanien bei der Europäischen Kommission als Anreiz dient, endlich die Gesetze durchzusetzen und den Tierschutz zu respektieren“, so Alberto Díez, ANDA.
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