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WHO spricht sich für Verbot von Wildtiermärkten aus
14.04.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am vergangenen Dienstag einen Verkaufsstopp von lebenden Wildsäugetieren auf Lebensmittelmärkten gefordert. Das soll das Entstehen neuer zoonotischer Krankheiten verhindern. Rund 70 Prozent der neuen Infektionskrankheiten bei Menschen gingen von Tieren aus, in der Regel von Wildtieren. Im Falle von Sars-CoV-2 wird der Ursprung in Fledermäusen vermutet. Wildtierexperten und Tierschützer begrüßten diese Forderung als längst überfällig. „Lebendtiermärkte sind unhygienisch, unreguliert und bieten optimale Bedingungen für die Ausbreitung von Zoonosen. Tiere verschiedener Arten, wie Fledermäuse, Schuppentiere, Schlangen, Hunde und Katzen, werden meist in enge Käfige gepfercht und für den menschlichen Verzehr brutal geschlachtet. Die Bedingungen,
unter denen die Tiere zu den Märkten transportiert und bis zur Schlachtung dort gehalten werden, führen zwangsläufig zu einem geschwächten Immunsystem. Das wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass neue Krankheiten entstehen und auf den Menschen übertragen werden", sagte Kieran Harkin, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN. Zudem sieht die WHO den Kampf gegen das Coronavirus an einem kritischen Punkt. In der vergangenen Woche sei die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle zum siebten Mal in Folge deutlich angestiegen. Die Kurve wachse gerade exponentiell, warnte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. In der vergan­genen Woche seien 4,4 Millionen Neuinfektionen gemeldet worden. Die Pandemie sei weit davon entfernt, vorüber zu sein, so die Warnung des WHO-Chefs Tedros Adhanom Ghebreyesus.
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