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BTK rät zu Zeckenprophylaxe
30.04.2021
Mit dem Frühjahr kommen auch die Zecken. Die gefährlichen Blutsauger sind bei Temperaturen ab 4° bzw. 7°C aktiv und auf der Suche nach einer Blutmahlzeit. Mit dem Zeckenstich besteht aber immer die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern. Deshalb sollten Hunde und Katzen vor den Parasiten geschützt werden. „Das Gefährliche bei einem Zeckenstich ist, dass der Parasit mit seinem Speichel verschiedene Krankheitserreger ausscheidet. So überträgt z. B. der Holzbock u. a. die Erreger der Borreliose und der Gehirnhautentzündung FSME. Die krankmachenden Erreger gelangen aber erst nach zwölf bis 24 Stunden ins Blut, deswegen sollte eine Zecke unverzüglich entfernt werden", erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK). Als Zeckenschutz eignen sich Spot-on-Präparate zum Auftragen auf die Haut, ein Wirkstoff-Halsband oder ein Zeckenschutz-Präparat, das dem Tier durch eine Tablette
verabreicht wird. Allerdings sollten die Präparate nur nach Beratung beim Tierarzt angewendet und nicht im Internet erworben werden. Eine unsachgemäße Anwendung kann insbesondere für Katzen bzw. für Tiere mit bestimmten Vorerkrankungen gefährlich sein. Müssen Zecken aus dem Tier entfernt werden, sollte eine spezielle Zeckenzange verwendet werden. Mit dieser oder mit den Fingern dann die Zecke so dicht an der Einstichstelle wie möglich zwischen Haut des Tieres und Zeckenkopf fassen und möglichst gerade herausziehen. Wenn ein Teil der Zecke in der Haut steckenbleibt oder schon vorher Unsicherheit herrscht, sollten Tierhalter umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Auf gar keinen Fall sollten Nagellack, Öl oder ähnliches auf die Einstichstelle und die Zecke geträufelt werden. Durch den Stress kann die Zecke seinen Mageninhalt in die Wunde entleeren, was die Übertragung von Krankheitserregern begünstigt.
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