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Illegaler Welpenhandel hat dramatisch zugenommen
11.05.2021
Die Nachfrage der Menschen in Deutschland nach einem Haustier scheint ungebremst. Der Hauptgrund liegt in den veränderten Lebensumständen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat. Da Züchter und Tierheime bei der Vermittlung nicht nachkommen, ist der illegale Handel mit Haustieren dramatisch angestiegen, wie die finale Auswertung durch den Deutschen Tierschutzbund bestätigt. Demnach hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der vom illegalen Handel betroffenen Hunde im Vergleich zu 2019 fast verdreifacht, die Zahl der gehandelten Katzen sogar versechsfacht. Doch auch in 2021 setzt sich dieser unerfreuliche Trend fort. Laut Informationen des Tierschutzbundes sind im ersten Quartal des laufenden Jahres bereits 112 Fälle mit knapp 800 betroffenen Tieren gezählt worden. Zum Vergleich: im gesamten vergangenen Jahr gab es gerade mal 60 Fälle mehr. „Die ersten Zahlen für 2021 zeigen deutlich, dass der illegale Tierhandel
in diesem Jahr einen traurigen Rekord brechen wird. Der Blick auf die vielen erkrankten und verstorbenen Tiere lässt schon jetzt erahnen, wie viel Tierleid infolge des kriminellen Handels noch entstehen wird. Noch etliche Tiere werden dieses Jahr ihr Leben verlieren“, sagt Dr. Romy Zeller, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Der Großteil vom illegalen Handel betroffenen Tiere in 2020 waren Hunde, zum größten Teil Welpen, die meist von kriminellen Händlern aus Rumänien, Bulgarien, Polen und Ungarn nach Deutschland gebracht wurden. Die Tiere leiden an einer Vielzahl von Krankheiten, unter anderem der häufig tödlich verlaufenden Viruserkrankung Parvovirose. Die Tiere waren meist unterernährt und dehydriert, litten an Durchfall und Fieber. Trotzdem durften 14 Prozent der Tiere in das Bestimmungsland weitertransportiert werden. Daher fordert der Deutsche Tierschutzbund unter anderem ein sofortiges Verbot des Handels mit lebenden Tieren im Internet.
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