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Umfrage zur Epilepsie-Forschung
19.05.2021
Epilepsie ist bei Hunden weit verbreitet und leider nicht heilbar. Die verfügbaren Therapien sind mal mehr, mal weniger wirksam. Daher haben internationale Forscher verschiedene Zielgruppen gefragt, welche Themen in der Hunde-Epilepsie-Forschung für sie die größte Bedeutung haben soll. So soll die Forschung an idiopathischer Epilepsie beim Hund stärker mit den Bedürfnissen der Tiere und ihrer HalterInnen abgestimmt werden. Die Befragung und Studie wurden von Professor Dr. Holger Volk, Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und Dr. Rowena Packer, Dozentin für Companion Animal Behaviour and Welfare Science am Royal Veterinary College (RVC) zusammen mit RVC-Doktorand Gareth Jones durchgeführt. Befragt wurden Hundehalterinnen und -halter, niedergelassene Tierärztinnen und Tierärzte sowie spezialisierte Veterinärneurologinnen und -neurologen nach den ihrer Meinung nach drängendsten Forschungsthemen. Aus den Befragungsergebnissen erarbeiteten die ForscherInnen eine Liste mit Priorisierungen. Zudem fragten sie nach den Meinungen zu nicht-medikamentösen Therapien für Epilepsie, die in der Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Insgesamt nahmen 414 Besitzerinnen und Besitzer von Hunden mit Epilepsie sowie spezialisierte Tierärztinnen und Tierärzte für Neurologie und Allgemeinmedizin an der Online-Umfrage teil. Erste Priorität hat demnach die Verbesserung bestehender medikamentöser Behandlungen, die Entwicklung neuer antiepileptischer Mittel und die Verbesserung der Ausbildung von Tierärztinnen und Tierärzten in Bezug auf Epilepsie. Aber auch die Entwicklung neuer antiepileptischer Medikamente, Identifizierung genetischer Ursachen von Epilepsie und die nicht-medikamentöse Behandlung von Epilepsie sind von großem Interesse. „Die Ergebnisse der Studie haben deutlich gezeigt, dass der Forschungsbedarf sehr unterschiedlich sein kann, je nachdem, welche Gruppe man fragt. Das müssen wir für unsere zukünftigen Forschungsprojekte berücksichtigen", sagt Volk. Packer ergänzt: „Die Besitzer legten mehr Wert auf Themen, die sich auf ihr tägliches Leben und das ihres Hundes auswirken, wie beispielsweise Nebenwirkungen und verhaltensbedingte Komorbiditäten der Epilepsie, wohingegen Tierärzte und Neurologen sich stärker auf klinische Themen und längerfristige Strategien zur Behandlung oder Vorbeugung von Epilepsie konzentrieren.“
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