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Population der Blaumeisen wieder erholt
04.06.2021
Mit großem Erfolg ist am zweiten Mai-Wochenende die „Stunde der Gartenvögel“ durchgeführt worden. Dabei zeigte die Bevölkerung in Deutschland ein starkes Engagement: rund 140.000 TeilnehmerInnen zählten über 3,1 Millionen Vögel in mehr als 95.000 Gärten und Parks. „Nach der Rekord-Teilnahme während des ersten Lockdowns im vergangenen Jahr ist die Teilnehmendenzahl auf hohem Niveau geblieben“, zeigte NABU Bundesgeschäftsführer Leif Miller erfreut. „Die Corona-Krise hat unsere Sicht auf die Dinge verändert. Für die Natur ist es gut, wenn ein gewachsenes Interesse und die Freude an der Vielfalt vor der Haustür dazugehören.“ Die Auswertung der übermittelten Zahlen zeigten, dass sich die Population der Blaumeisen deutlich erholt hat, nachdem sich der Bestand im vergangenen Jahr durch einen bakteriellen Erreger in vielen Teilen
Deutschlands stark verringert hatte. Mit Ausnahme von Schwalben und Seglern konnten die meisten der Gartenvögel ihr Niveau halten oder leicht verbessern. Der am häufigsten gemeldete Gartenvogel war der Haussperling, gefolgt von der Amsel. Auch Vögel, die eigentlich Waldgebiete bevorzugen, wie Ringeltaube und Buntspecht, fanden sich in großer Zahl in den Parks und Gärten wieder. Während die Gesamtzahl der Vögel im Siedlungsraum im Gegensatz zu den Beständen in der Agrarlandschaft damit weiterhin weitgehend konstant bleibt, gibt es doch für viele Vogelarten besorgniserregende Entwicklungen: So verharren die Sorgenkinder Mauersegler, Mehlschwalbe, Zaunkönig, Hausrotschwanz und Mönchsgrasmücke auf Höhe der schlechten Ergebnisse aus den Vorjahren. Diese Vogelarten ernähren sich ausschließlich von Insekten, deren Population immer weiter schrumpfen.
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