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Verheerende Mäuseplage in Australien
08.06.2021
Australien kommt nicht zur Ruhe. Nach drei Jahren extremer Dürre und verheerender Buschfeuer ist in Australien im Jahr 2020 fast so viel Regen wie in den beiden vorangegangenen Jahren zusammen gefallen. Dies führte zwar zu einer Rekordernte, doch können sich auch Mäuse dabei ideal vermehren. Besonders im Osten Australiens fallen die Nager zu Tausenden über Felder, Scheunen, Wohnhäuser und Supermärkte her. Neben der unermesslichen Zerstörung hinterlassen die Nager einen penetranten Gestank. Sie verunreinigen zu Tausenden ganze Heuballen sowie Getreidesäcke, und vernichten so den Ernteerfolg des letzten Jahres. Die bislang durchgeführten Maßnahmen zur Eindämmung der Mäuseplage hatten keinen nennenswerten Erfolg, weshalb die
Australische Regierung in ihrer Verzweiflung die Nagetiere nun mit Hilfe des Gifts Bromadiolon, einer gefährlichen Chemikalie, bekämpfen möchte. Forschende warnen jedoch vor dem hohen Risiko, dass andere Tiere, die die Mäuse fressen, ebenfalls vergiftet werden. Laut Aussagen der Charles-Sturt-Universität sind besonders Greifvögel gefährdet. Aber auch Schlangen und Fische, die sich in den letzten Monaten an den Mäusen satt fressen konnten, seien in Gefahr. Maggie Watson, eine Forscherin der Charles-Sturt-Universität, befürchtet, dass dieser Eingriff in die Natur negative Folgen für das Ökosystem des Inselstaates haben wird. Die Plage sei einfach Teil der natürlichen ökologischen „Boom-And-Bust“-Zyklen Australiens, und würde irgendwann auch wieder besser, so die Forscherin.
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