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Tierschützer bekräftigen Verbot von Pelztierfarmen
09.06.2021
Der Deutsche Tierschutzbund hat erneut ein Ende der globalen Pelztierhaltung gefordert, nachdem Prof. Dr. Christian Drosten, Leiter des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, in einem aktuellen Interview erneut gemutmaßt hatte, dass die Pelzindustrie in China der wahrscheinlichste Ursprung für das SARS-CoV-2-Virus sei. Bereits bei SARS-CoV-1 seien Marderhunde und Schleichkatzen nachweisbar Überträger des Virus gewesen. Über ausgestoßene Aerosole könnte SARS-CoV-2 vom Tier auf Menschen übertragen werden. Auch in Europa belegen die aktuellen Geschehnisse rund um die Corona-Pandemie, welches Risiko von Pelzfarmen ausgeht: Bis jetzt wurden allein in europäischen Ländern auf mehr als 400 Nerzfarmen in zehn EU-Staaten Ausbrüche von SARS-CoV-2 bekannt, bei denen Millionen von Tieren betroffen waren. Außerdem sind die Viren
häufig mutiert und in mehreren nachgewiesenen Fällen sowohl auf Menschen als auch wildlebende Tiere übergegangen. Der Tierschutzbund fordert das Verbot jedoch nicht nur zum Schutz vor SARS-CoV-2 und neuen Mutationen, sondern auch aus Tierschutzgründen. In einigen Ländern Europas wurden Verbote bereits erlassen oder angekündigt. Zuletzt hatte Estland ein Ende der Pelztierfarmen ab 2026 bekanntgegeben. Andere Länder müssten nun nachziehen, so die Tierschützer. Die Forderung nach einem generellen Verbot von Pelztierfarmen erhebt der Deutsche Tierschutzbund derzeit im Rahmen seiner Bundestagswahl-Kampagne „Mein Schicksal – Deine Wahl“. Neben dem Deutschen Tierschutzbund fordern auch andere Tierschutzorganisationen aus den selben Gründen ein sofortiges Verbot der kommerziellen Pelztierhaltung.
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