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Alle Hunde können das Alleinsein lernen
29.06.2021
Hunde sind Rudeltiere und von Natur aus nicht gern allein. Doch jeder Hund, egal welchen Alters, kann das Alleinsein lernen. Während der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Möglichkeit zum Home-Office haben sich sehr viel mehr Menschen zu der Anschaffung eines Hundes entschieden. Mit den Lockerungen kommt die Normalität wieder ins Leben zurück und der Arbeitsalltag der neuen HundehalterInnen wird wieder ins Büro verlagert. Das gefällt den Hunden nicht so gut, sie bellen oder beginnen, in ihrer ungewohnten Einsamkeit Wände, Kissen oder Schuhe zu zerstören. Um ein solches Verhalten zu vermeiden, sollten die HalterInnen ihre Vierbeiner möglichst frühzeitig mit einem Training auf das zeitweilige Alleinsein vorbereiten. Hier sind Zeit, Ruhe und Geduld notwendig, denn je nach Rasse löst die plötzliche Trennung bei den Tieren unter Umständen Angst, Stress und sogar Panik aus. Am besten lernen die Hunde das Alleinsein in kleinen Schritten. ExpertInnen empfehlen, die Tiere zunächst nur für eine kurze Zeit in einem Raum zu lassen und die Türe zu schließen. Dabei kann der Hund beispielsweise von seinem Lieblingsspielzeug abgelenkt werden. Ist der Moment des Alleinseins nur sehr kurz, hat der Hund kaum Zeit, Angst oder Stress zu entwickeln. Nach und nach kann der Zeitraum des
Alleinseins ausgedehnt werden. Dadurch lernt das Tier ganz automatisch, dass er sich auch in Abwesenheit von Herrchen oder Frauchen entspannen kann. Wer sich nicht ganz sicher ist, wie der Hund dann reagiert, kann eine Kamera aufstellen. So kann nachvollzogen werden, ab welchem Zeitpunkt sich der Hund eventuell unwohl fühlt. Ratsam ist es auch, mit dem Hund vor dem Gang ins Büro noch einen große Gassirunde zu machen. Da manche Tiere nervös auf Geräusche oder Gerüche reagieren, empfiehlt es sich zudem, alle Fenster zu schließen. Am besten ist es, wenn die HundehalterInnen vor dem Verlassen der Wohnung ganz gelassen und entspannt sind, denn eine spürbare Nervosität kann auf den Vierbeiner überspringen. Wie lange ein Training dauert, ist abhängig von Rasse und Charakter des Hundes. Ein Tier, das beispielsweise aus dem Tierschutz kommt und mit Verlustängsten zu kämpfen hat, wird länger brauchen als ein gut sozialisiertes und selbstsicheres Tier. Ein früher Beginn des Trainings kann Stress vermeiden. Die E-Learningreihe Verhaltenstherapie auf MyVetlearn.de vermittelt Tierärzten und Tierärztinnen in zahlreichen Modulen umfangreiches Wissen über das Verhalten von Hunden. Die Kurse sind geeignet für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie.
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