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Hundeohren regelmäßig auf Ohrentzündungen kontrollieren
22.07.2021
Je nach Rasse sind Hunde sehr empfänglich für Ohrentzündungen (Otitis), die durch Allergien, Ektoparasiten oder Fremdkörper ausgelöst werden. Durchschnittlich bei einem von sieben Hunden wurde schon einmal einen Otitis externa festgestellt. Diese Entzündung ist mitunter sehr schmerzhaft für das Tier. Die Gefahr einer chronischen Ohrentzündung besteht dann, wenn sich Bakterien oder Hefepilze im Ohr ansiedeln. Diese kann sich zu einer Otitis media, also einer Entzündung des Mittelohrs, ausweiten. Ein Teufelskreis droht dann zu beginnen, da die Otitis media eine Otitis externa aufrechterhalten kann. Hunderassen mit langen Hängeohren oder engen bzw. stark behaarten Gehörgängen sind besonders anfällig für Ohrentzündungen. Hier wird eine besonders intensive Kontrolle sowie gegebenenfalls vorsichtige und gründliche Reinigung des Gehörgangs, beispielsweise mit Ohrgangsspülungen, empfohlen. Auch die Ohren von Hunden, die sich oft und gerne im Wasser aufhalten, sollten öfter
kontrolliert werden. Jedoch rät der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) dringend davon ab, das Ohr mit Wattestäbchen zu reinigen, da Beläge hierdurch noch tiefer in das Ohr geschoben werden können. Nach der Reinigung werden eine Ohrsalbe bzw. Ohrtropfen eingebracht, die Bakterien und Pilze bekämpft, den Juckreiz lindert und Schmerzen und die entzündlichen Erscheinungen zum Abklingen bringt. Bei Milbenbefall wählt der Tierarzt ein Medikament, das zusätzlich ein Akarizid zur Abtötung der Parasiten enthält. Bei schweren, eitrigen Entzündungen kann auch eine systemische Behandlung mit Antibiotika nötig sein. Die meisten Behandlungen kann der Hundehalter nach entsprechender Anleitung gut zu Hause weiterführen. Da Ohrentzündungen ausgesprochen hartnäckig sein können und zum Wiederaufflackern neigen, sollte der Erfolg der Behandlung durch den Tierarzt kontrolliert und auch evtl. weitere Pflegemaßnahmen mit dem Tierarzt besprochen werden.
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