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Anfallskontrolle bei Hunden mit Epilepsie wesentlich für Prognose
31.08.2021
Die Epilepsie bei Hunden ist eine chronische neurologische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Betroffen sind ein bis zwei Prozent aller Hunde - damit ist die Epilepsie die am häufigsten diagnostizierte chronische neurologische Erkrankung, wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) mitteilt. Nach dem ersten Krampfanfall sollten jedoch zunächst andere Ursachen wie Infektionen, Vergiftungen oder Stoffwechselerkrankungen ausgeschlossen werden, die auch Anfälle und die sogenannte symptomatische Epilepsie verursachen können. Treten wiederholt Anfälle auf, ohne dass dafür entsprechende Ursachen gefunden werden können, spricht man von einer idiopathischen Epilepsie. Beobachtet wurde, dass Rassehunde häufiger erkranken als Mischlinge, was wiederum auf eine erbliche Genese hinweist. Die Epilepsie tritt aufgrund übermäßiger elektrischer
Aktivität im Gehirn auf, und die Symptome reichen von sehr milden Muskelzuckungen bis hin zu heftigen Krämpfen mit Bewusstlosigkeit. Auch gibt es keine für den Hundehalter wahrnehmbare Ankündigung der Krampfanfälle. Wichtig ist, dass der Halter während eines akuten Anfalls darauf achtet, dass sich der Hund nicht an Gegenständen verletzt. Auch wenn die Epilepsie nicht heilbar ist, lassen sich die Symptome durch eine konsequente Medikation spürbar mildern. Die vom Tierarzt verschriebene Behandlung muss konsequent eingehalten werden, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden. Zudem empfehlen TierärztInnen eine Dokumentation mittels eines Epilepsie-Tagebuchs bzw. Handyvideos. Dennoch müssen knapp 40 Prozent aller betroffenen Hunde über kurz oder lang wegen einer unzureichenden Anfallskontrolle eingeschläfert werden.
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