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TierärztInnen bangen um Behandlungsoptionen
07.09.2021
Gegen die geplante EU-Verordnung über Tierarzneimittel regt sich immer mehr Widerstand. Nach einem Antrag des EU-Abgeordneten Martin Häusling, in dem der Grünen-Politiker fordert, dass die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am wichtigsten eingestuften Antibiotika in Zukunft nur noch bei Menschen eingesetzt werden dürfen und nicht mehr bei Tieren, bangen TierärztInnen um bestimmte Behandlungsmöglichkeiten. „Für die Tiermediziner bedeutet das: Wenn der Antrag angenommen wird, sind bestimmte Antibiotikagruppen, die wir seit Jahren und Jahrzehnten einsetzen, nicht mehr erlaubt“, erklärt Tierärztin Dr. Anja Ewringmann. „Im Bereich der Infektionsbehandlung würde uns das um 50 Jahre zurückwerfen. Man würde vor den
Patienten stehen – und könnte nicht helfen.“ Die TierärztInnen fürchten, dass sie ihren Patienten zukünftig beim Sterben zusehen müssen. Der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) startete als Protest eine Unterschriftenkampagne. Die in den Praxen gesammelten Unterschriften müssen allerdings bis spätestens Mittwoch (08.09.2021) in der bpt-Geschäftsstelle in Frankfurt ankommen, da der Verband diese im Vorfeld der Plenarabstimmung an die deutschen Abgeordneten im EU-Parlament übergeben wird. Eine begleitende Online-Petition, die bereits mehr als 330.000 Menschen unterschrieben haben, läuft hingegen weiter. TierhalterInnen tun gut daran, sich dem Protest auf diese Weise anzuschließen, da ein Antibiotikaverbot Haus-, Heim- und Nutztiere betreffen würde!
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