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Hohe Zahl von Erregern bei Militärhunden
14.09.2021
Da sich Militärhunde häufiger im Freien aufhalten, haben diese ein größeres Risiko als andere Hunde, sich mit vektorübertragenen Krankheitserregern zu infizieren. Um herauszufinden, wie groß dieses Risiko ist, hat ein Forschungsteam der Vetmeduni Wien im Zeitraum von vier Jahren knapp 100 Hunde des Österreichischen Bundesheeres untersucht. Bei den klinisch gesunden Hunden wurden zahlreiche Zoonose-Erreger gefunden, die also auch den Menschen befallen können. Neben dem Fadenwurm Dirofilaria repens und Babesia canis wurden auch bei zehn Hunden spezifische Antikörper gegen Borrelia burgdorferi s. l. gefunden. „Die hohe Zahl der gefundenen
vektorübertragenen Erkrankungen unterstreicht die Notwendigkeit, solche Infektionen sowohl bei Menschen als auch bei Hunden stärker zu überwachen und zwar nicht nur im Setting der Militärhunde. Denn von Vektoren übertragene Krankheitserreger sind von großer Relevanz für die öffentliche Gesundheit“, erklärt Hans-Peter Fuehrer vom Institut für Parasitologie der Vetmeduni. Bedingt durch den Klimawandel würden immer mehr Stechmücken und Zecken, die ursprünglich aus weit südlicheren Regionen stammen, auch in unseren Breitengraden heimisch. Die Studienergebnisse haben eine große Relevanz für das Österreichische Bundesheer sowie für die öffentliche Gesundheit.
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