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Heute ist Welt-Tollwut-Tag
28.09.2021
Der 28. September ist der Welt-Tollwut-Tag, der in diesem Jahr bereits zum 15. Mal begangen wird. Die Tollwut ist eine tödlich verlaufende Viruserkrankung. Infizierte Tiere sowie der Mensch zeigen Verhaltensveränderungen, Muskelkrämpfe und Lähmungserscheinungen. Da die Infektionskrankheit auf den Menschen übertragbar ist, handelt es sich um eine Zoonose. Die Ansteckung erfolgt über den Kontakt der Schleimhäute oder Verletztungen der Haut mit Speichel von tollwütigen Tieren wie Füchsen, Hunden oder Fledermäusen. Am häufigsten sind Biss- oder Kratzverletzungen. Auch wenn die meisten Länder in Westeuropa heute tollwutfrei sind, kann die Krankheit jederzeit eingeschleppt werden. In der letzten Zeit kam es häufiger vor, dass durch den massiven illegalen Welpenhandel Tiere eingeführt wurden, die noch keinen ausreichenden Impfschutz
hatten oder bereits erkrankt waren, was für andere Menschen und Tiere eine große Gefahr darstellt. Allein im laufenden Monat mussten sich in Deutschland über vierzig Menschen behandeln lassen, weil ein illegal importierter Welpe an Tollwut gestorben ist. ExpertInnen sprechen von weltweit mehr als 59.000 Tollwutopfern jährlich. Zum Schutz vor der tödlichen Krankheit sind wirksame Impfstoffe auf dem Markt, die Grundimmunisierung muss jedoch vor einer Infektion abgeschlossen sein. Auch geimpfte Personen müssen nach dem Kontakt mit einem erkrankten Tier eine "Not-Immunisierung" vornehmen lassen. Bei Nicht-Geimpften muss diese in der ersten Stunde nach dem Biss erfolgen. Daher wird dringend empfohlen, sich von zahm wirkenden Wildtieren fernzuhalten, da diese bei einer Tollwuterkrankung häufig die natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren, bei Berührung aber mit Beißen reagieren.
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