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Keine gefährliche Strahlung von Haustier-Trackern
03.11.2021
Tracker helfen beim Aufspüren entlaufener Hunde und Katzen. Dafür nutzen die Geräte hochfrequente elektromagnetische Felder, wie Mobilfunknetze und Radiofrequenzen, aber auch WLAN oder Bluetooth. Nicht wenige TierhalterInnen machen sich allerdings Sorgen, ob die von den Trackern ausgehende Strahlung eine Gesundheitsgefährdung für das Tier darstellt. Dieser Frage sind ForscherInnen der Vetmeduni Wien in einer Studie nachgegangen. Die Ergebnisse dieser Studie lassen aufatmen. Die Strahlenwerte der elektromagnetischen Hochfrequenzfelder liegen deutlich unter den geltenden Grenzwerten. Für ihre Studie haben die WissenschaftlerInnen 21 handelsübliche Tracker näher untersucht, aber auch die Umgebungsbelastung in den Haushalten mit unter die Lupe genommen. „Wir konnten feststellen, dass die Strahlenexposition durch Tracking-Geräte deutlich unter den internationalen Grenzwerten liegt, sodass gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu
erwarten sind. Hohe Expositionen von Haustieren verursachen hauptsächlich Geräte, die Radiofrequenzen in Innenräumen emittieren, beispielsweise WLAN-Geräte“, sagt Studien-Erstautorin Judith Klune vom Institut für Physiologie, Pathophysiologie und Biophysik der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Obwohl auch die Strahlenbelastung durch Sender für Radios, Fernsehen und Mobilfunk sowie WLAN- und Bluetooth- Geräte nach den Berechnungen der ForscherInnen unter den Referenzgrenzwerten liegt, empfehlen sie dennoch eine Reduktion von elektromagnetischen Hochfrequenzfeldern. „Dazu zählen eine Verkürzung der Expositionszeit und eine Vergrößerung des Abstands zwischen dem Tier und dem Hochfrequenzen emittierenden Gerät im Haushalt sowie das zeitweise Abschalten solcher Geräte. Und natürlich sollten Tracker nur verwendet werden, wenn Haustiere Zugang ins Freie haben und entlaufen können“, so die Forscherin.
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