www.tierhalter-wissen.de

Weiterempfehlen

Aktuelle Meldungen

New South Wales plant Tötung von 10.000 Wildpferden
08.11.2021
In Australien gelten Wildpferde als invasive Arten, die sich rasant vermehren und von Umweltschützern als Bedrohung für die heimischen Pflanzen- und Tierarten gesehen werden. Im Kosciuszko- Nationalpark in New South Wales leben derzeit ca. 14.000 solcher "Brumbies". Da die harten Hufen die empfindlichen Ökosysteme des Nationalparks zerstören könnten, plant die Regierung, 10.000 Wildpferde zu töten. Ursprünglich Ende des 18. Jahrhunderts mit englischen Strafgefangenen und ersten Siedlern mit auf den roten Kontinent gebracht, trotzten die ersten Wildpferde erstaunlich gut den extremen Temperaturen und der Dürre auf Down Under. Neben den Wildpferden leben im Kosciuszko- Nationalpark viele einzigartige, endemische und gefährdete Arten, die geschützt werden müssen. Gleichzeitig sollen aber die Tiere nicht ausgerottet werden, denn erst vor drei Jahren hatte die Regierung
des Bundesstaats den „Kosciuszko Wild Horse Heritage Act“ beschlossen, der einerseits die historische Bedeutung der Pferde würdigt und schützt, andererseits aber auch den Bestands- regulierenden Abschuss vorsieht. Experten empfehlen nun die drastische Maßnahme, die in anderen australischen Bundesstaaten längst Normalität ist. Regelmäßig werden die Tiere dort zu Hunderten aus der Luft abgeschossen. Da die Methode des Umsiedelns bislang wenig effektiv war, müssen die Behörden schnell einen anderen Weg finden, um die Wildpferde nicht töten zu müssen. Bis zum 2. November 2021 konnte die Bevölkerung Feedback zum Wildpferde- Konzept der Regierung geben. Im nächsten Schritt wird der Energie- und Umweltminister Einreichungen und Ratschläge berücksichtigen, gegebenenfalls Änderungen vornehmen und entscheiden, ob der Plan unter dem „Kosciuszko Wild Horse Heritage Act“ umgesetzt wird.
Weitere Nachrichten