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Tierheime klagen über zu viele Katzen
10.11.2021
Aktuell kommt es in verschiedenen Regionen Deutschlands zu regelrechten Katzenschwemmen. Vornehmlich Jungtiere werden in großer Zahl in Tierheimen abgegeben, wie der Deutsche Tierschutzbund berichtet. Was ExpertInnen schon vor Monaten vorhergesehen haben, ist nun zur traurigen Realität geworden. Als einen Grund für die hohe Zahl abgegebener Tiere sehen die TierschützerInnen die Corona-Pandemie und der damit einhergegangenen Sehnsucht nach einem tierischen Begleiter. Als Folge des Lockdowns gab es einen regelrechten Haustierboom in Deutschland. Nun, mit der allmählichen Rückkehr zur Normalität, werden viele Menschen ihrer Tiere, besonders der Katzen, überdrüssig. Der Boom hat aber auch für eine angespannte Terminlage und damit zu geringeren Kastrations-Kapazitäten in den meisten Tierarztpraxen geführt. „Es gibt immer mehr Straßenkatzen, die entlaufen sind, zurückgelassen oder ausgesetzt wurden und sich
unkontrolliert vermehren. Die Lage hat sich teilweise dramatisch zugespitzt und bringt Leid für die Katzen sowie große Herausforderungen für die Tierheime mit sich“, erklärt Dr. Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Gerlach appelliert an alle Katzenhalter, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und eigene Tiere – egal ob Kater oder weibliche Katze – kastrieren zu lassen, wenn diese Freigang nach draußen haben. Zudem weist die Tierschützerin auch auf die Notwendigkeit hin, die Katzen kennzeichnen und registrieren zu lassen. Der Deutsche Tierschutzbund mahnt die Kommunen an, Katzenschutzverordnungen mit einer Pflicht zur Kastration von Freigängerkatzen und einer ergänzten Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht einzuführen und durchzusetzen. Nur so ließe sich die unkontrollierte Vermehrung vermeiden und die Katzen ihren Besitzern eindeutig zuordnen.
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