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Viele Igel in den Auffangstationen
15.12.2021
Igel gehören laut Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten wildlebenden Tierarten. Das bedeutet, dass die Stacheltiere weder getötet noch verletzt, aber auch nicht ohne Grund gefangen werden dürfen. Auch ist es untersagt, die Lebensstätte der Tiere zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Eigentlich sollten sich die Igel momentan im Winterschlaf befinden. Doch einige Tiere konnten sich nicht genügend Winterspeck anfuttern, sodass immer mehr von den Wildtieren bei Igelauffangstationen abgegeben werden. Besonders in Berlin verschärft sich die Situation für die Igel immer mehr. „Die Tiere werden kränker, finden keine Nahrung und ihr Lebensraum wird zum Beispiel durch den Straßenbau eingeengt", erklärt Gabriele Gaede vom Verein Arbeitskreis
Igelschutz Berlin. Das Nahrungsangebot verringert sich durch den Insektenschwund zunehmends. Gefahren lauern zudem durch Mähroboter, die den Tieren teils tödliche Verletzungen zufügen. In der Auffangstation werden jeden Tag mehr als 80 Igel gepflegt, die nach dem Aufpäppeln im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Das Fortbildungsportal Myvetlearn.de bietet Tierärztinnen und Tierärzten die ATF- anerkannte Online-Fortbildung „Der Igel als Patient in der Kleintierpraxis“ an. Hier können die KursteilnehmerInnen die Besonderheiten des vermutlich am häufigsten in der Praxis vorgestellten Wildsäugers kennenlernen, um ihm in Behandlung und Diagnostik gerecht werden zu können. Der Einstieg in den Kurs ist jederzeit möglich.
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