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Uni Hohenheim wertet über 8.000 Zeckenfunde aus
21.12.2021
Im Februar 2019 hatte die Universität Hohenheim die Bevölkerung aufgerufen, Zecken-Funde einzusenden. Mit dem Projekt Tropenzecken wollen die WissenschaftlerInnen der Parasitologie erforschen, wie sehr sich die exotische Hyalomma-Zecke in Deutschland bereits ausgebreitet haben. Die Vermutung liegt nahe, dass die ursprünglich aus den Trocken- und Halbtrockengebieten Afrikas, Asiens und Südeuropas eingeschleppten Zecken hierzulande bereits überwintert haben. Insgesamt wurden in den letzten fast drei Jahren mehr als 8.000 Zecken eingesandt, wofür sich die Forschenden bedanken. Zum Jahresende 2021 stellt die Uni Hohenheim das Projekt nun ein und bittet die Bevölkerung, keine weiteren Zecken-Funde mehr einzuschicken. „Die Menge an Daten, die wir durch die Einsendungen bekommen konnten, ist überwältigend“, so Prof. Dr. Mackenstedt. „Sie haben einen großen Beitrag zur Erforschung der Zeckendiversität
und -verbreitung in Deutschland geleistet. Daraus entstanden jeweils eine wissenschaftliche Veröffentlichung zur Ausbreitung der Buntzecken in Deutschland und eine zum Auftreten von Hyalomma-Zecke und den damit einhergehenden Krankheitserregern. Aber auch für Untersuchungen zur Verbreitung von FSME-Viren in Deutschland konnten die eingesendeten Zecken weitere wertvolle Informationen liefern.“ Die WissenschaftlerInnen haben die eingesendeten Zecken individuell katalogisiert, einer Artbestimmung unterzogen und untersucht. Am häufigsten fanden sich unter den Zecken-Funden Buntzecken der Gattung Dermacentor, gefolgt vom heimischen Holzbock Ixodes ricinus und den exotischen Hyalomma-Zecken. „Wir möchten uns herzlichst bei allen EinsenderInnen bedanken, die uns in dieser Studie unterstützt haben“, sagt Dr. Alexander Lindau, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Parasitologie, abschließend.
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