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Haltern von Exoten fehlt es häufig an Sachkenntnis
21.01.2022
Die Zahl der privat gehaltenen Exoten in Deutschland wächst. Bei der Haltung von Echsen, Schildkröten oder Schlangen fehle es jedoch häufig an entsprechender Sachkenntnis, wie Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns, Direktorin der Klinik für Vögel und Reptilien der Universität Leipzig, bemängelt. Die Veterinärmedizinerin fordert daher einheitliche Regeln, wie es in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz schon längst der Fall ist. Krautwald-Junghanns berichtet von zahlreichen exotischen Patienten, die in der Leipziger Klinik wegen Krankheiten behandelt werden müssen, die von falscher Haltung herrühren. „Das ist der gerupfte, einzeln gehaltene Graupapagei oder der
Leguan, der klein gekauft wurde und irgendwann riesig ist“, sagte die Veterinärmedizinerin. „Ich bin seit 36 Jahren Tierärztin. Und ich bin es einfach leid. Wir müssen dringend was ändern“, sagt Krautwald-Junghanns und fordert, dass KäuferInnen schon beim Kauf einen Sachkundenachweis vorlegen müssen. Die Missstände in der Exotenhaltung in Deutschland seien spätestens seit der großen «Exopet»-Studie bekannt, die zwischen 2015 und 2018 deutschlandweit durchgeführt wurde, so die Tierärztin, die die Koordinatorin des Projekts war. Bis zum Sommer wolle sie gemeinsam mit anderen Forschern eine Machbarkeitsstudie vorlegen, in der Hoffnung, dass die neue Regierung einheitliche Regeln festlegt.
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