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Impfstoff gegen hypervirulente RHDV2-Stämme entwickelt
25.01.2022
Nachdem in Belgien und Frankreich in den letzten zwei Jahren veränderte hypervirulente RHDV2-Stämme in kommerziellen Kaninchenhaltungen festgestellt worden sind, hat ein französischer Impfstoffhersteller nun einen modifizierten RHDV2-Impfstoff entwickeln können. Denn diese Stämme können trotz korrekter Impfung speziell bei Jungtieren zu großen Verlusten führen. Der neu entwickelte Impfstoff darf jedoch ausschließlich und nur mit Ausnahmegenehmigung an kommerzielle Betriebe, die Probleme mit hypervirulenten RHDV2- Stämmen nachweisen können, abgegeben werden.
Bislang wurden in Deutschland und in den Niederlanden keine veränderten RHDV2- Stämme nachgewiesen. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) überwacht aktuell die Situation und kann bei einem Nachweis der veränderten RHDV2-Erreger in Deutschland ebenfalls Ausnahmegenehmigungen für den in Frankreich entwickelten Impfstoff erteilen. Dabei wird voraussichtlich der Anwendungsempfehlung der französischen Behörden gefolgt. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mitteilt, liegen keine Daten zur Wirksamkeit des modifizierten Impfstoffes gegen die etablierten RHDV2-Stämme vor.
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