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Illegaler Welpenhandel floriert weiter
07.04.2022
Mit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 und den damit einhergehenden Neuregelungen ist die Zahl der angeschafften Hunde und Katzen in Deutschland in die Höhe geschossen. Wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt, zogen bereits im Jahr 2020 dreimal so viele Hunde und sogar sechsmal so viele Katzen als in den Vorjahren in die Haushalte ein. Der Boom hielt auch im Jahr 2021 an. Da seriöse ZüchterInnen die enorme Nachfrage nicht bedienen können, kaufen sich immer mehr Personen ihren Vierbeiner im Internet. Der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) warnt eindringlich vor den meist kriminellen Machenschaften der Online-Händler, denn häufig werden die Welpen viel zu früh von ihren Müttern getrennt, was zu ausgeprägten Verhaltensstörungen führen kann. Auch die gesundheitliche Versorgung einschließlich wichtiger Impfungen, unter anderem gegen lebensbedrohliche Infektionskrankheiten wie Parvovirose, Staupe und Tollwut, wurde meist nicht durchgeführt. Hinzu kommt, dass
gefälschte Papiere den NeubesitzerInnen vorgaukeln, dass ihre neuen Vierbeiner gesund und grundversorgt sind. In den meisten Fällen leiden die illegal gehandelten Welpen aber unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen aller Art, die durch Bakterien, Viren oder Darmparasiten wie Spulwürmer und Giardien hervorgerufen werden. Zudem werden besonders häufig Moderassen wie Mops, Französische Bulldogge, Dackel oder Chihuahua über das Netz verkauft. Hier handelt es sich um sogenannte Qualzuchten, die allein schon aufgrund ihrer rassetypischen Merkmale zu gesundheitlichen Problemen neigen und deren Zucht daher verboten werden sollte. Der BfT rät werdenden HundehalterInnen, sich vor dem Kauf eines Tieres umfassend zu informieren und die Anschaffung mit Vernunft zu planen, um den kriminellen Welpen-Handel nicht noch zu befeuern. Außerdem lohnt sich gerade jetzt ein Besuch in den Tierheimen, in denen zahlreiche Hunde aufgrund des Ukraine-Krieges auf eine neue Familie warten.
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