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bpt warnt vor Vergiftung mit Alpha-Chloralose
11.04.2022
Das chemische Mittel Alpha-Chloralose, das in Köderform zur Bekämpfung von Nagern und Vögeln eingesetzt wird, stellt für Katzen, Hunde und andere Tierarten eine mögliche tödliche Gefahrenquelle dar. Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) und die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) betonen, dass die vergifteten Nagetiere, sofern die Köder auch im Außenbereich ausgelegt werden, von anderen Tieren gefressen werden könnten. Schon zehn Gramm Köder wären ausreichend, um eine Hauskatze mit einem durchschnittlichen Gewicht von vier Kilogramm zu töten. Wie der bpt erklärt, sind im Fall einer Vergiftung erste Symptome nach 30 Minuten bis vier Stunden zu erkennen. Diese äußern sich in Form von Krämpfen, Muskelzittern, Bewegungsstörungen, vermehrtem Speichelfluss
(v. a. beim Hund) und verengten Pupillen sowie Abgeschlagenheit bis hin zum Koma und Atemnot. Bei einem Verdacht auf eine Alpha-Chloralose- Vergiftung sollte das Tier umgehend in einer Tierarztpraxis vorgestellt werden. Hier muss eine symptomatische Therapie erfolgen, da es kein direktes Antidot gibt. Je früher mit der Therapie begonnen wird, umso größer sind die Überlebenschancen. Ein Infoblatt zu Vergiftungen mit alpha-Chloralose steht auf der bpt- Seite zum Download zur Verfügung. Myvetlearn.de bietet TierärztInnen die Live-Seminar-Reihe "Sicher durch den Notdienst" als eine optimale Vorbereitung auf den Notdienst. In dieser Fortbildungsreihe werden häufige Notfälle in der tierärztlichen Praxis anhand von Fallbeispielen aufgearbeitet. Der nächste Live- Termin findet am 19.4.2022 von 19:30 bis 21:30 Uhr statt.
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