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Bevölkerung soll Waschbären, Marderhunde und Minks melden
25.04.2022
Invasive Tierarten breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Dazu gehören nicht-heimische Fleischfresser wie Waschbär, Marderhund und Mink. Das Verbundprojekt ZOWIAC (Zoonotische und wildtierökologische Auswirkungen invasiver Carnivoren) erforscht die Auswirkungen dieser Tiere auf das Ökosystem und eventuelle Risiken für die menschliche Gesundheit. Neben der Tatsache, dass die Fleischfresser Reservoirwirt und Überträger von gefährlichen Viren sein können, beschäftigen sich die WissenschaftlerInnen auch mit dem Zusammenhang zwischen ihrer Ausbreitung und dem Rückgang heimischer Arten. „Im Projekt ZOWIAC untersuchen wir daher, wie sich der Waschbär, aber auch der Marderhund und der Mink, auf bedrohte einheimische Arten und die jeweiligen Ökosysteme auswirken und mit welchen Parasiten und anderen Krankheiten auslösenden Erregern sie befallen sind“, erklärt Prof. Dr. Sven Klimpel vom Senckenberg
Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt. Um möglichst viele Daten zur Analyse zu erhalten, ist die Bevölkerung aufgerufen, bei der Suche nach Waschbären, Marderhunden und Minken zu helfen. Mittels einer eigens entwickelten App können Interessierte Meldungen zu den drei Arten machen, wobei zwischen Tier-Beobachtung, Spuren, Kot und Fraßspuren unterschieden wird. „Ob bei einem Spaziergang in der Natur, der Stadt oder dem Picknick im Park: Sichtungen von Waschbären, Marderhunden und Minken können einfach in unsere ZOWIAC-App eingetragen werden. Die so durch Citizen Science gewonnen Verbreitungs- und Vorkommensdaten sind essenziell für unsere weiterführenden Analysen“, fügt der Frankfurter Wissenschaftler hinzu. Die Forschenden erhoffen sich dadurch detaillierte, flächendeckende Daten zur Verbreitung und Vorkommen der potenziellen Krankheitsüberträger.
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