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Tierärzte sind keine Abzocker
29.04.2022
Am 30. April 2022 wird bereits zum 22. Mal der Internationale Tag der Tierärzte gefeiert. Dieser Ehrentag der Veterinäre geht auf eine Initiative der World Veterinary Association (WVA) zurück. Die Bundestierärztekammer (BTK) möchte diesen besonderen Tag zum Anlass nehmen, um auf das hohe Engagement und die wertvolle Arbeit der TierärztInnen hinzuweisen. Zudem weist die BTK entschieden die mehrfach von TierhalterInnen geäußerte Kritik an sowie Beschwerden über erhöhte Tierarztkosten zurück. Die Tierarztkosten seien viel zu hoch, überhaupt nicht nachvollziehbar und TierärztInnen absolute Abzocker, heißt es häufig. „Mich machen solche falschen und übertriebenen Aussagen zu Tierarztkosten traurig. Denn jeder Mensch, der sich für ein Tier entscheidet, sollte sich vorher darüber im Klaren sein, dass dieses Tier auch Kosten verursachen kann", betont BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann. Eine Abzocke sei schon aufgrund der klaren Regelung der Kosten durch die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) nicht möglich, so Tiedemann. TierhalterInnen sind sich häufig nicht der
möglichen finanziellen Mehrbelastungen bewusst, die beispielsweise durch einen Unfall oder eine langwierige Erkrankung entstehen können. Die BTK empfiehlt BesitzerInnen von Klein-/Heimtieren daher den Abschluss einer Tierkrankenversicherung, um die tierärztliche Versorgung ihrer Lieblinge zu gewährleisten. Denn besonders am Wochenende können die Kosten für eine Notfallbehandlung um ein Mehrfaches höher sein, da der Notdienst für die Tierarztpraxen oftmals belastend und trotz der in der GOT festgelegten Gebühren nicht rentabel ist. „Das liegt zum einen an Personalproblemen, die einen enormen Arbeitsdruck verursachen, und zum anderen auch an den hohen Kosten, die z. B. durch Zuschläge wegen Nachtarbeit entstehen. Allzu oft wollen TierhalterInnen diese nicht bezahlen", weiß der BTK-Präsident. Dieses Konfliktpotenzial kann dazu führen, dass Praxen die Dienstbereitschaft reduzieren und Tierkliniken ihren Klinikstatus aufgeben, um keine Bereitschaft mehr leisten zu müssen. Das könnte im schlimmsten Fall die Versorgung der tierischen Patienten gefährden.
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