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Tiere zeigen Schmerzen häufig nicht offen
31.08.2022
Auch Haus- und Heimtiere empfinden Schmerzen, leiden jedoch dabei mesit still, wie VIER PFOTEN anlässlich des jährlich im September stattfindenden Pain Awareness Month erklärt. So sei es wichtig, die HalterInnen von Hunden, Katzen und anderen Heimtieren darüber aufzuklären, wie Schmerzen ihrer Tiere dennoch erkannt werden können. „Anders als Menschen können Tiere uns nicht sagen, wenn sie Schmerzen haben", sagt Sarah Ross, Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN. „Wenn es kein akuter, plötzlicher Schmerz ist, heult ein Tier nicht zwangsläufig auf. Chronische Schmerzen machen sich bei Tieren eher durch Verhaltensänderungen bemerkbar. Sie ziehen sich zurück und werden ruhiger. Hunde und Katzen zum Beispiel können Unwohlsein durch ständiges Lecken oder übermäßiges Reinigen artikulieren. Typische Beutetiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen ziehen sich bei Schmerzen ganz zurück, um ihre Verletzlichkeit zu verbergen." Dass Tiere ihre Schmerzen nicht offen zeigen, ist ein natürliches Verhalten. Die Expertin weist zudem darauf hin, dass die Ursachen für Schmerzen auch psychischer Natur sein können. Diese seien beispielsweise auf Misshandlungen oder traumatische Erlebnisse, wie eine
zu frühe Trennung von der Mutter, zurückzuführen. „Psychische Leiden bei Tieren sind schlimm, weil sie oft übersehen werden. Es wird dann gesagt, die Katze sei sehr schüchtern oder der Hund mag einfach nicht von Fremden gestreichelt werden. Dass hinter solchem Verhalten Traumata stecken können, wird leider meist ausgeblendet. Geht man allerdings nicht darauf ein, etabliert sich die Angst und es wird mit zunehmender Dauer immer schwieriger, dem Tier zu helfen. Speziell ausgebildete Verhaltensberaterinnen und Verhaltensberater können bei solchen Fällen eine gute Stütze sein." Bei einer auffälligen Verhaltensveränderung empfiehlt die Expertin TierhalterInnen, einen tierärztlichen Rat einzuholen. Auf Myvetlearn.de können sich Tierärztinnen und Tierärzte in der 10- teiligen E-Learning-Fortbildungsreihe „Verhaltenstherapie“ online weiterbilden. Bei den einzelnen Modulen (je 12 ATF-Stunden) handelt es sich um E-Learning-Kurse und zum Teil um aufgezeichnete Online- Seminare, die noch bis Jahresende als Fortbildung für Tierärztinnen und Tierärzte zur Verfügung stehen und im Selbststudium bei freier Zeiteinteilung bearbeitet werden können. Die Fortbildung ist für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie geeignet.
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