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Inflation verursacht bei Vetmeduni Wien Defizit von mind. 20 Millionen Euro
21.09.2022
Der Vetmeduni Wien fehlen aufgrund stark steigender Inflation mindestens 20 Millionen Euro. Das ergab eine erste Kostenschätzung. In der derzeit geltenden Leistungsverordnung 2022-2024 mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sind die durch die Inflation und die stark gestiegenen Energiekosten anfallenden Mehrkosten nicht abgedeckt. Zudem falle diese Kostensteigerung mit der aktuell umgesetzten Aufstockung der Studienplätze zusammen, die dabei helfen soll, dem sich immer weiter verschärfenden TierärztInnenmangel in Österreich entgegenzuwirken. „Dadurch entsteht für die Vetmeduni wie für alle Universitäten Österreichs eine sehr kritische Situation. Rückschritte und Qualitätsverluste in Forschung und Lehre drohen – mit weitreichenden Folgen“, betont Rektorin Petra Winter. „Wir brauchen die Unterstützung des Ministeriums, um die weitere Digitalisierung, die notwendige Erneuerung der Infrastruktur, die laufenden Investitionen in die zeitgemäße Ausrüstung der Forschungseinrichtungen sowie den praxisnahen Lehrbetrieb
in unseren Universitätskliniken aufrecht zu erhalten. Denn nur dann ist die internationale Akkreditierung unserer Ausbildung für unsere Absolventinnen und Absolventen auch in Zukunft gewährleistet“, ergänzt Manuela Raith, Vizerektorin für Ressourcen und Digitalisierung. Die Vetmeduni Wien ist die einzige veterinärmedizinische Bildungs- und Forschungsstätte Österreichs. Jedes Jahr zum Wintersemester beginnen dort Anfang Oktober etwa 200 NachwuchstierärztInnen mit dem Diplomstudium Veterinärmedizin. Seit diesem Jahr wurde diese Zahl um 20 Studienplätze auf 223 aufgestockt. „Alle diese jungen Menschen wollen sich nach dem Ende ihrer Ausbildung um One Health und damit um die Gesundheit von Tier, Mensch und Umwelt kümmern. Egal ob sie das als Tierärztin oder Tierarzt in der Praxis oder als Forschende im Labor machen werden: Ihre Expertise wird für die Gesundheit von Nutz- und Heimtieren, für Seuchenprävention und Lebensmittelsicherheit sorgen und damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunft unseres Landes leisten“, so Winter abschließend.
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