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Regelmäßig Tollwut-Impfschutz kontrollieren
29.09.2022
Anlässlich des Welttollwuttages (28. September 2022) warnen TierärztInnen erneut vor der lebensgefährlichen Infektionskrankheit. Auch wenn immer mehr Länder als „Frei von Tollwut“ gelten, unter anderem auch Deutschland und Österreich, sterben jedes Jahr noch immer 55.000 Menschen an Tollwut. Da die Infektionen fast ausschließlich durch den Biss eines tollwutinfizierten Hundes ausgelöst werden, warnen ExpertInnen besonders vor dem illegalen Welpenhandel, der ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier birgt. „Wir TierärztInnen warnen immer wieder vor der Verbringung von Hunden aus Ländern mit Tollwut. Zu den Tollwutgebieten zählen leider immer noch beliebte Reiseländer wie die Türkei, einige Balkan-Staaten sowie die Baltischen Staaten. Zudem stellt der illegale Welpenhandel ein großes Problem dar. Ein tollwutinfiziertes nicht geimpftes Tier ins Land zu bringen, stellt ein erhöhtes Risiko dar“, erklärt Mag. Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK). „Tollwutgefahr durch illegalen Welpenhandel ist stets gegeben – das wurde uns erst vergangenes Jahr durch den Fall in Bremen vor
Augen geführt. Hinter den Anzeigen auf unregulierten Online-Plattformen verbergen sich nicht nur tierquälerische Zustände, sondern auch ernsthafte Gesundheitsrisiken für Menschen“, schließt sich Karina Omelyanovskaya, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN, der Warnung an. „Um Gesundheitsrisiken einzugrenzen und immenses Tierleid zu verhindern, muss der illegale Welpenhandel gestoppt werden. Dafür müssen Online-Plattformen, die Hauptverkaufskanäle für illegale Welpenhändlerinnen und Welpenhändler, endlich entsprechend reguliert werden: Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag endlich umzusetzen und Gesetze für den Online-Handel mit Tieren einzuführen“, so Omelyanovskaya. Erst ab der zwölften Woche können Welpen wirksam gegen Tollwut geimpft werden. Der Schutz setzt allerdings erst drei Wochen nach der ersten Impfung ein. Doch geschmuggelte Welpen aus illegalem Handel sind meist viel zu jung für die Schutzimpfung. TierärztInnen empfehlen daher, den Impfschutz des Hundes regelmäßig auffrischen zu lassen.
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