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Gefahr von Wildunfällen aktuell groß
28.10.2022
In den Herbst- und Wintermonaten, der sogenannten dunklen Jahreszeit, kommt es vermehrt zu Wildunfällen. Anlässlich der bevorstehenden Zeitumstellung, gibt Vier Pfoten Tipps, worauf VerkehrsteilnehmerInnen jetzt achten sollten, denn viele Wildtiere sind jetzt früher und auch länger unterwegs. So sind Wildschweine, Igel oder Füchse nachtaktiv, aber auch Rehe, Wildkaninchen und Hasen sind vermehrt im Morgengrauen bzw. in der Abenddämmerung unterwegs. Am frühen Morgen und zu Feierabendzeiten kommt es daher vermehrt zu Wildunfällen. „Die schlechte Sicht verschärft die Situation zusätzlich“, weiß Diplom-Biologin Eva Lindenschmidt. „Um Unfälle zu vermeiden, sollten vor allem Autofahrer und Autofahrerinnen das Tempo drosseln, ausreichend Abstand zum Vordermann haben und jederzeit bremsbereit sein.“ Vor allem in Gefahrenzonen wie Wäldern, Feldwegen und an nicht besiedelten Landstraßen ist erhöhte
Aufmerksamkeit erforderlich. Insbesondere wo ‚Achtung Wildwechsel‘- Schilder oder blaue Reflektoren an den Straßenleitpfosten angebracht sind, ist Vorsicht angezeigt. Wenn man ein reflektierendes Augenpaar am Straßenrand sieht, sollte man abbremsen, hupen und die Scheinwerfer abblenden. Zudem kommt ein Tier selten allein, meist sind es mehrere. Im Falle eines Wildunfalls ist die Unfallstelle zu sichern. Auch wenn das angefahrene Tier geflohen ist, sollte man bzw. in den meisten Bundesländern muss man den Notruf wählen und den Unfall melden. Liegt das Tier verletzt oder tot auf der Straße, ist unbedingt Abstand zu halten, es nicht anzufassen und auf die Polizei bzw. den zuständigen Jäger oder Förster zu warten. „Auf keinen Fall das Tier berühren. Wenn es noch lebt, steht es unter immensem Stress. Ein angefahrenes Wildschwein in Todesangst kann sehr gefährlich sein“, warnt Eva Lindenschmidt.
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