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Erster grüner Wildkorridor für Wildkatzen in Sachsen
14.11.2022
Laut Informationen der Umwelt- und Naturschutzorganisation BUND leben in Deutschland zwischen 6000 bis 8000 Europäische Wildkatzen. Die Tiere leben vorwiegend in Wäldern. Um die Ausbreitung der Wildkatzen weiter zu fördern, wird östlich von Leipzig in Sachsen ein erster grüner Wildkorridor gebaut. Denn es gibt hierzulande nur wenige geschützte Räume, die oftmals wie Inseln voneinander getrennt sind, wie der BUND-Bundesvorsitzende Olaf Bandt erklärt. Dazu wurden am 13.11.2022 bei Heyda im Lossatal (Landkreis Leipzig) mit der Unterstützung von 120 HelferInnen bereits fast 1300 heimische Bäume und Büsche gepflanzt, wie der BUND mitteilt. „Die Europäische Wildkatze ist das Symboltier für unser Rettungsnetz an Wäldern, das wir hier weiter ausbauen, damit sie und viele andere Arten sich wieder ausbreiten können“, betont Bandt. Bei der Erstellung des Korridors
wurde zudem ein Gewässer in die Vernetzung von Wäldern mit einbezogen. Da sich Wildkatzen bei ihren Wanderungen häufig an Gewässern orientieren, wurde in diesem sächsischen Projekt ‚Rettungsnetz Wildkatze – Gemeinsam Grüne Wege gehen‘ die Waldverbindung gezielt entlang eines Bachs geplant. „Ich sehe für mich als Landwirt auch die Aufgabe, der Natur wieder etwas zurückzugeben. Zusammen mit dem BUND haben wir mit der Pflanzung und Renaturierung des Bachs einiges auf die Beine gestellt. Von den Insekten bis zur Vogelwelt ist es für die gesamte Biologische Vielfalt vor Ort ein Gewinn“, sagt Landwirt Johannes von Carlowitz. „Dass sich hier so viele Menschen als Helferinnen und Helfer angemeldet haben, ist ein wunderbares Signal. Gemeinsam können und wollen wir etwas für unsere Region bewegen. Und dazu gehört auch der Naturschutz“, freut sich auch Uwe Weigelt, Bürgermeister im Lossatal.
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