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BVL warnt vor versehentlicher Einnahme von Tierarzneimitteln
28.11.2022
Aufgrund von Verwechselungen und der versehentlichen Einnahme von Tierarzneimitteln durch Menschen weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) insbesondere Pferdehalter auf Vorsichtsmaßnahmen hin. So gab es seit März 2022 in Deutschland bereits vier Fälle einer Einnahme Pergolid-haltiger Tiermedikamente. Durch die Einnahme kann es zu erheblichen gesundheitlichen Beschwerden wie Schwindel, Lethargie, Erbrechen, Blutdruckabfall und auch Bewusstlosigkeit kommen. Das BVL rät dringend dazu, Tierarzneimittel immer getrennt von Humanarzneimitteln und außerhalb der Reichweite von Kindern zu lagern. Mit dem Wirkstoff Pergolid wird bei Pferden das Equine-Cushing-Syndrom behandelt. Ursachen für eine orale Aufnahme von Tierarzneimitteln sind oft die Verwechselung mit eigenen Medikamenten sowie die versehentliche Einnahme von Lebensmitteln,
die für die Medikation von Pferden zubereitet wurden, weiß Dr. Ann Neubert vom BVL. Denn Tabletten für Pferde werden häufig in Lebensmitteln wie Brot, Möhren oder Äpfeln versteckt. Auch in Pensionspferdeställen sollte sichergestellt werden, dass alle Personen, die Pferden Medikamente verabreichen, ausreichend über die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen informiert sind. Tierarzneimittel sollten deshalb immer nur in der Originalverpackung zusammen mit der Gebrauchsinformation des Herstellers aufbewahrt werden. Sollte es doch zu einer Verwechselung oder versehentlichen Einnahme von Pergolid kommen, rät Dr. Ann Neubert: „Setzen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie keine Maschinen. Ein Arzt sollte unverzüglich zu Rate gezogen werden.“ Beim Auftreten von Symptomen bitte dieses Unerwünschte Ereignis (UE) auch an das BVL unter www.vet-uaw.de melden!
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