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Illegaler Welpenhandel blühte auch in 2022
04.01.2023
Auch im Jahr 2022 scheint der illegale Welpenhandel ungebrochen gewesen zu sein. Wie die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN mitteilt, wurden annähernd 1.000 Tiere aus illegalen Transporten, Zuchten oder bei illegalen Verkäufen beschlagnahmt. Die Hauptverkaufskanäle der illegal gehandelten Hundewelpen waren nach wie vor Kleinanzeigen-Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen, Quoka und Deine Tierwelt sowie soziale Medien. Die Anonymität macht das illegale Geschäft mit den Welpen extrem lukrativ, denn die kriminellen HändlerInnen müssen nur in den seltensten Fällen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen. Trotzdem die Tierheime voll mit Hunden sind, entscheiden sich noch immer viele potenzielle NeubesitzerInnen für den Kauf eines Welpen über das Internet. Und das trotz der konstant hohen Preise – in 2022 wurden häufig Preise zwischen 2.000 und 5.500 Euro pro Tier verlangt. Laut Informationen von Vier Pfoten lag der Spitzenpreis
für eine Französische Bulldogge bei 10.000 Euro. Die meisten Tiere wurden in Nordrhein- Westfalen und in Bayern beschlagnahmt. Dabei wurden besonders Hunderassen wie Französische Bulldogge, Chihuahua und Pomeranian sowie Labrador häufig entdeckt. Die Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN, Karina Omelyanovskaya, fordert von der Politik: „Die Ampel-Koalition muss die im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben dringend umsetzen. Nur durch die Einführung einer verpflichtenden, bundesweiten Kennzeichnung und Registrierung sowie einer lückenlosen Identitätsprüfung auf allen Online-Plattformen kann Tierleid verhindert werden.“ Die kriminellen HändlerInnen nutzen das große Interesse an Hundewelpen und die Ahnungslosigkeit einiger KäuferInnen, um mit Hilfe von niedlichen Bildern und falschen Informationen zu junge und teilweise todkranke Tiere aus dem Ausland über unregulierte Online-Plattformen anzubieten.
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