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Artensterben in Madagaskar muss gestoppt werden
12.01.2023
Auf Madagaskar leben neben Chamäleons, Geckos und Schildkröten auch zahlreiche Papageienarten sowie Schleichkatzen und Lemuren. Doch die einzigartige Tierwelt des afrikanischen Inselstaates, der vor rund 80 Millionen Jahren durch das Loslösen vom Festland entstand, ist bedroht. 128 Säugetierarten sind gefährdet, heißt es in einer aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift «Nature Communications» veröffentlicht wurde. Nach Meinung der beteiligten WissenschaftlerInnen aus Madagaskar, Europa und den USA, würde es 23 Millionen Jahre bis zur Regeneration der Artenvielfalt dauern, wenn das Artensterben jetzt
nicht gestoppt werde. „Wenn die endemische Fauna und Flora von Madagaskar ausstirbt, wird es zu einem Zusammenbruch der Ökosysteme auf der Insel kommen“, erklärt Luis Lima Valente, einer der Ko-Autoren der Studie. „Dies wird dramatische Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen der Menschen in der Region haben und zu Hungersnöten und Massenauswanderungen führen.“ Mit mehr als 100 Unterarten sind besonders die Lemuren vom Aussterben bedroht. Wenn jetzt gehandelt werde, um Arten zu schützen, bestehe aber die Chance, „Millionen von Jahren der Evolution zu retten“, lautet das Fazit der WissenschaftlerInnen.
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