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Haustierbetreuungsvollmacht für den Fall der Fälle



Wenn alleinstehende TierbesitzerInnen ins Pflegeheim kommen oder gar sterben, ist häufig nicht geklärt, was mit den Haustieren geschieht. Meist bleibt nur die Unterbringung in einem Tierheim, wie der Deutsche Tierschutzbund berichtet. Gerade für Katzen und Hunde bedeutet diese plötzliche Veränderung neben der Trauer großen Stress. „Hunde und Katzen trauern oft", sagt Kristina Berchtold, die Sprecherin des Tierschutzvereins München, in dem allein im letzten Jahr 170 Haustiere aus diesem Grund untergebracht werden mussten. Die meist verstörten und ängstlichen Tiere verweigern aus Trauer in einigen Fällen sogar das Fressen. Während die Vermittlung von Hunden, Katzen und Kleintieren in den meisten Fällen Erfolg hat, zeigt sich die Lage bei Reptilien ganz anders. „Die Tiere, die wir haben, sind nicht die, die man sich als Kumpel in der Quarantänezeit holt. Mit einer Schlange oder einem Krokodil ist es weitaus schwerer, sich die Einsamkeit zu vertreiben, als mit einem jungen Hund", erklärt Markus Baur, Stationsleiter der Münchener Auffangstation. Riesenschlangen, Nattern oder Schildkröten ließen sich nicht so einfach vermitteln, auch wenn die Nachfrage nach Haustieren im vergangenen Jahr enorm gestiegen ist, so Baur. So stapeln sich in dem Verein bereits knapp 2.500 Reptilien. Allein im ersten Quartal dieses Jahres kamen 130 Tiere hinzu. Die hohen Unterbringungskosten sind kaum von der Auffangstation zu bewältigen. Daher raten ExpertInnen neuen BesitzerInnen von Haustieren, sich vor dem Kauf über das zu erwartende Lebensalter der Tiere zu informieren und im besten Fall bereits für die Übernahme der Tiere im Krankheits- oder Todesfall vorzusorgen. Dazu eignet sich eine Haustierbetreuungsvollmacht und eine Anleitung mit den Eigenheiten und Futtervorlieben für jedes Tier.

Einen Vordruck einer Haustierbetreuungsvollmacht finden Sie hier >>>